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EINFÜHRUNG:
Was ist eine Cloud-Lösung?
Cloud – was heißt das überhaupt?
Über die „Cloud“ kann man auf Dateien oder Programme zugreifen – und zwar nicht direkt auf dem eigenen Computer, sondern über das Internet. So können Anwender z. B. Dateien bearbeiten, ohne diese im eigenen Netzwerk zu speichern. Oder sie können Software nutzen, ohne diese auf dem Rechner installieren zu müssen.
In der IT werden Netzwerke und Server seit Jahrzehnten als „Wolken“ dargestellt – ursprünglich, um die dahinterliegenden komplexen technischen Strukturen zu vereinfachen. Dieses Sinnbild passt noch heute: Beim modernen Cloud-Computing steht die Nutzung im Vordergrund, während die aufwendige IT-Infrastruktur in den Hintergrund rückt. Was in der „Wolke“ passiert, muss weder selbst betrieben oder verwaltet noch im Detail verstanden werden – es läuft einfach.
Cloud ist nicht gleich Cloud. Welche Cloud für Handwerkersoftware?
Für die Nutzung von Handwerkersoftware gibt es nicht die eine Cloud. Vielmehr gibt es verschiedene technische Cloud-Lösungen, die zu unterschiedlichen betrieblichen Bedürfnissen passen. Für Handwerksbetriebe besonders relevant sind die „RDP-Cloud“, die „Web-Cloud“ und die „Hybrid-Cloud“. Alle Modelle ermöglichen den Zugriff auf Handwerkersoftware über das Internet – aber auf unterschiedliche Weise. Ohne dass eine eigene komplexe Servertechnik nötig ist.
Wir geben Ihnen hier einen Überblick und kompakten Vergleich zwischen den Cloud-Varianten, erklären die wichtigsten Begriffe und zeigen, worauf es im Handwerksalltag ankommt: Welche Cloud passt zu welchen Anforderungen? Was ist praktisch, was sinnvoll – und worauf sollten Betriebe achten?
CLOUD LÖSUNG VORTEILE:
Die Pluspunkte von Cloud-Lösungen
Zentraler Zugriff:
Ob im Büro, zu Hause oder unterwegs – mehrere Nutzer greifen parallel auf dieselbe Software und gemeinsame Datenbasis zu und arbeiten so besser zusammen.
Weniger lokale IT:
Der Serverbetrieb liegt beim Cloud-Anbieter – die Notwendigkeit eigener teurer Serverhardware und komplexer IT-Infrastruktur im eigenen Betrieb entfällt.
Niedrige Anforderungen:
Die primäre Rechenleistung wird ausgelagert, die Hardware-Anforderungen im Betrieb sinken deutlich – ältere PCs können weiter genutzt werden.
Mehr Datensicherheit:
Professionelle Rechenzentren sichern Daten mehrfach vor Fremdzugriff, überwachen Systeme rund um die Uhr und reduzieren IT-Risiken, die im Betrieb oft schwer zu kontrollieren sind.
Geringes Ausfallrisiko:
Ihre Daten liegen sicher im Rechenzentrum des Cloud-Anbieters und bleiben für Sie immer verfügbar – selbst wenn Ihre eigenen lokalen Geräte Schaden nehmen oder verloren gehen.
Einfache Skalierbarkeit:
Neue Nutzer oder Arbeitsplätze können jederzeit flexibel hinzugefügt werden. So kann Ihr Betrieb wachsen, ohne dass Ihre lokale IT-Infrastruktur mitwachsen muss.
WIE EINE FERNBEDIENUNG:
1. Handwerkersoftware in der RDP-Cloud
RDP bedeutet Remote Desktop Protocol und wurde von Microsoft entwickelt, um einen Fernzugriff auf Computer oder Server zu ermöglichen. Mit RDP können Sie – zum Beispiel von zu Hause oder von der Baustelle aus – einen anderen Rechner (den sogenannten Remote-Computer) so steuern, als säßen Sie direkt davor. Ihr eigenes Gerät zeigt den Bildschirm des entfernten Systems an und alle Eingaben werden in Echtzeit übertragen. Diese Technik ist vielen Betrieben bereits aus der Fernwartung bekannt – etwa durch Programme wie TeamViewer oder AnyDesk.
Von einer „RDP-Cloud“ spricht man, sobald Sie per RDP-Verbindung auf eine Softwareoberfläche zugreifen, Software und Server aber nicht mehr im eigenen Betrieb, sondern in einem externen Rechenzentrum liegen und über das Internet bereitgestellt werden.
Funktionsweise und Zugriff:
Ihr Unternehmen mietet Kapazitäten im Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters, der für Sie einen sogenannten virtuellen Server einrichtet. Darauf – nicht auf Ihren betriebseigenen Geräten – wird Ihre Handwerkersoftware installiert. Starten Sie eine RDP-Verbindung und melden sich verschlüsselt an diesem Server an, erscheint der Desktop des entfernten virtuellen Systems, den Sie nun von Ihren eigenen PCs oder Laptops aus steuern können.
Sie öffnen Ihre Handwerkersoftware und führen sämtliche Arbeiten darin aus. Sie erfassen Daten, erstellen Dokumente, Sie kalkulieren und rechnen Aufträge ab. Technisch wird dabei nur ein Bildschirmbild übertragen – sämtliche Rechenleistung und Datenspeicherung erfolgt nicht lokal auf Ihren eigenen Geräten, sondern auf leistungsstarken Servern Ihres Cloud-Anbieters.
Nutzen Sie Handwerkersoftware in der RDP-Cloud, ist Ihr PC oder Laptop sozusagen die Fernbedienung mit Bildschirm, nicht aber der Ort, an dem die Software tatsächlich arbeitet.
In der RDP-Cloud nutzen Sie Software orts- und grundsätzlich auch geräteunabhängig. Da jedoch immer der Bildschirm eines klassischen PC-Arbeitsplatzes übertragen wird, passt sich die Oberfläche nicht automatisch an kleinere Bildschirmgrößen von Tablets oder Smartphones an. Daher ergänzen Apps – wie die Handwerker-App von Sander & Doll – häufig das Angebot und ermöglichen komfortables mobiles Arbeiten: Sie werden speziell für die Nutzung auf kleineren Bildschirmen entwickelt, greifen aber auf dieselbe Datenbasis in der Cloud zu.
RDP-Cloud: Die größten Stärken und Schwächen für Handwerksbetriebe
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✔ Praktische Kombination: ✔ Keine Umgewöhnung: ✔ Planbare Updates: ✔ Geringe Hardware-Anforderungen: |
✖ Keine Mobiloptimierung: ✖ Volle Internet-Abhängigkeit: ✖ Eingeschränkte Geräteanbindung: ✖ Ggf. nicht aus einer Hand: |
KOMPLETT IM BROWSER:
2. Handwerkersoftware in der Web-Cloud
Bei einer Web-Cloud läuft die Handwerkersoftware vollständig auf Servern im Rechenzentrum des Anbieters und wird über das Internet bereitgestellt. Der Zugriff erfolgt nicht über eine Fernverbindung wie bei RDP, sondern direkt über einen Webbrowser, also über Programme wie Google Chrome, Microsoft Edge, Firefox oder Safari.
Funktionsweise und Zugriff:
Sie rufen über Ihre stationären oder mobilen Geräte eine Webadresse (URL) auf und melden sich an. Daraufhin wird eine verschlüsselte Verbindung zum Server Ihres Cloud-Anbieters hergestellt und Ihr Browser lädt die Benutzeroberfläche Ihrer Handwerkersoftware.
Solange eine Internetverbindung besteht, können Sie Funktionen bedienen, Dokumente verwalten oder Aufträge erfassen – Befehle und Daten werden dabei laufend zwischen Browser und Server ausgetauscht und nahezu in Echtzeit synchronisiert, ohne dass Daten lokal gespeichert werden. Für Serverbetrieb, Sicherheitsupdates und Datensicherungen sorgt der Cloud-Anbieter: Als Nutzer greifen Sie stets auf die aktuelle Version der Software zu, ohne diese selbst installieren oder aktualisieren zu müssen.
Eine Web-Cloud ist plattformunabhängig: Sie kann auf nahezu jedem Gerät mit aktuellem Browser ausgeführt werden – auf Windows- oder macOS-Rechnern, ggf. auch auf Tablets oder Smartphones. Ob sich die Benutzeroberfläche automatisch an kleinere Bildschirme anpasst, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Für eine handliche Nutzung ergänzen viele Anbieter ihre Browserlösungen durch separate Apps, die zwar lokal auf den mobilen Geräten installiert werden, aber auf dieselbe Datenbasis der Cloud-Lösung zugreifen.
Die Nutzung der Software als reine Web-Lösung ermöglicht Flexibilität, kann bei komplexeren Aufgaben aber auch an browsertypische Grenzen stoßen. Browser sind ursprünglich dafür gemacht, Webseiten anzuzeigen – nicht, große Datenmengen oder sehr rechenintensive Aufgaben zu stemmen. Wenn viele Tabs geöffnet sind oder die Anwendung besonders große Dateien verarbeiten muss, arbeitet er spürbar langsamer.
Die Web-Cloud ist ideal für Betriebe, die möglichst flexibel, geräteunabhängig und ohne lokale Installation arbeiten möchten – solange ihre eingesetzten Workflows nicht zu daten- oder rechenintensiv sind.
Web-Cloud: Die größten Stärken und Schwächen für Handwerksbetriebe
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✔ Keine technischen To-Dos: ✔ Große Flexibilität: ✔ Planbare Kosten: |
✖ Schwierige Abgrenzbarkeit: ✖ Browsertypische Einschränkungen ✖ Absolute Internet-Abhängigkeit: |
DAS BESTE AUS BEIDEN WELTEN:
3. Handwerkersoftware in der Hybrid-Cloud
Die Hybrid-Cloud kombiniert die Stärken klassischer Desktop-Software mit den Vorteilen einer modernen Cloudlösung. Nur ein Teil der Anwendung wird weiterhin auf den PCs im Betrieb installiert – insbesondere die Bedienoberfläche und grundlegende Programmfunktionen. Alles, was die eigenen Geräte üblicherweise belastet oder ausbremst (z. B. große SQL-Datenbank, Backup-Prozesse), liegt hingegen in der Cloud. Damit bleibt nur lokal, was für eine schnelle Bedienung wichtig ist. Weil die Bürorechner keine datenbank- oder servertypischen Aufgaben mehr übernehmen müssen, läuft die Software auch gut auf älteren Geräten. Zugleich entfällt die Notwendigkeit eigener teurer Serverhardware, die IT-Anforderungen in Ihrem Betrieb werden insgesamt deutlich vereinfacht. Alle relevanten Informationen (z. B. Aufträge, Stammdaten, Dokumente) werden in Echtzeit zwischen der lokalen Anwendung und der Cloud synchronisiert. Der Cloud-Anbieter übernimmt Hosting, Updates, Datensicherung sowie Sicherheitsmaßnahmen und gewährleistet eine stabile Verbindung zu Ihrer zentralen Datenbasis.
Handwerkersoftware in der Hybrid-Cloud ist weniger plattformunabhängig als eine reine Web-Lösung, eignet sich dafür aber besser auch für komplexere Vorgänge. Für mobile, leichtgängige Funktionen erweitern viele Anbieter die klassische PC-Software um mobile Apps, die speziell und praxistauglich für die Nutzung auf kleineren Bildschirmen ausgelegt sind, dabei aber ebenfalls auf die zentrale Datenbasis in der Cloud zugreifen.
Funktionsweise und Zugriff:
Bei der Hybrid-Cloud starten Sie Ihre Handwerkersoftware lokal – wie bei einer klassischen Installation. Von überall aus können Sie sich – ohne VPN – wie gewohnt anmelden, egal ob im Büro oder beim Kunden mit dem Laptop, im Homeoffice oder auf Reisen. Eine zusätzliche Serveranmeldung entfällt: Die Software baut im Hintergrund automatisch eine verschlüsselte Verbindung zur Cloud-Datenbank und zur zentralen Dateiablage auf.
Dass ein Großteil der Software sicher in der Cloud gespeichert und verarbeitet wird, bleibt für Sie als Anwender nahezu unsichtbar – für Sie fühlt es sich an, als arbeiteten Sie vollständig lokal: Die Bedienoberfläche reagiert schnell, Fenster öffnen sich verzögerungsfrei und Eingaben erfolgen ohne Wartezeit – auch dann, wenn Sie komplex kalkulieren oder umfangreiche GAEB-Dateien bearbeiten.
Die Hybrid-Cloud vereint zwei Welten: die Geschwindigkeit und Ergonomie einer lokal installierten Software mit der Flexibilität, Sicherheit und Wartungsfreiheit einer Cloudlösung.
Hybrid-Cloud: Die größten Stärken und Schwächen für Handwerksbetriebe
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✔ Effektive Kombination: ✔ Hoher Bedienkomfort: ✔ Lokale Performance: ✔ Weniger Internet-Abhängigkeit: ✔ Angebot aus einer Hand: |
✖ Keine Plattform-Unabhängigkeit: ✖ Komplexere Doppelstruktur: ✖ Lokale Updates: |
CLOUD IST NICHT GLEICH CLOUD:
Cloud-Modelle im Vergleich
Die RDP-Cloud ist eine gehostete Windows-Umgebung, die Web-Cloud eine browserbasierte Online-Lösung, die Hybrid-Cloud eine Kombination aus lokalen und extern Komponenten. Alle Cloud-Varianten verfolgen dasselbe Ziel: Software ohne eigene Server nutzbar zu machen. Welche Cloud besser zu Ihrem Betrieb passt, hängt davon ab, wie Sie arbeiten, welche Geräte Sie nutzen und davon, ob bereits eine Software im Einsatz ist.
Vergleich: Cloud Lösung Kosten
Neben technischen und praktischen Aspekten spielen für viele Betriebe auch die finanziellen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle – und dabei häufig insbesondere die Frage: Kauf-Software oder Abo-Modell?
1. Cloud und Kauf-Software:
Bei der Kauf-Variante erwerben Sie eine dauerhafte Lizenz. Kurzfristig ist diese meist mit einer höheren Anfangsinvestition verbunden – langfristig aber kann sich diese Anschaffung wirtschaftlich lohnen: Je länger Sie die Software nutzen, desto günstiger wird sie über ihren Nutzungszeitraum. Eine Kauf-Software amortisiert sich typischerweise ab 5 Jahren Nutzung. Anbieter wie Sander & Doll bieten zudem Finanzierungs- oder Leasingoptionen, um die Einmalzahlung in planbare Monatsraten umzuwandeln. Damit lässt sich die Investition ähnlich wie im Abo finanzieren – mit dem Unterschied, dass die Software anschließend Eigentum Ihres Betriebs ist.
Erfolgt der Zugriff auf die Kauf-Software über die Cloud, fallen zusätzlich monatliche Hosting-Gebühren sowie gegebenenfalls Wartungs- oder Servicekosten an. Trotzdem bleibt die Grundstruktur die einer Investition: Die Software gehört Ihrem Betrieb und kann über viele Jahre genutzt werden, unabhängig von der Cloud-Umgebung.
Steuerlich gilt: Eine gekaufte Software zählt als immaterielles Wirtschaftsgut – sie wird Teil des Anlagevermögens und über mehrere Jahre abgeschrieben. Dadurch erhöht sie den Unternehmenswert, während sich die Kosten steuerlich verteilt geltend machen lassen.
2. Cloud und Software-Abo:
Bei der Web-Cloud erwerben Sie üblicherweise keine Lizenz, sondern zahlen im sogenannten SaaS-Modell (Software as a Service) monatlich oder jährlich eine Nutzungsgebühr – meist pro Anwender bzw. Arbeitsplatz. Diese Kosten sind gut planbar und beinhalten neben dem Zugriff auf die Funktionen Ihres individuell gebuchten Software-Paktes bereits Leistungen wie Serverbetrieb und Hosting, Software-Updates und Datensicherungen. Einrichtung und persönlicher/telefonischer Support sind, je nach Anbieter, meist entweder nur in höheren Tarifen enthalten oder werden zusätzlich berechnet.
Der Einstieg ist finanziell niedrigschwellig, auf lange Sicht kann das Gesamtkostenvolumen jedoch höher ausfallen als bei einer Kauf-Lizenz, weil Zahlungen dauerhaft anfallen und kein Vermögenswert entsteht.
Steuerlich gilt ein Abo als laufende Betriebsausgabe: Die Kosten sind im Zahlungsjahr vollständig absetzbar, es entsteht jedoch kein Anlagevermögen.
Auch ein günstiger Start kann langfristig teurer werden, während sich eine höhere Anfangsinvestition über die Nutzungsdauer amortisiert. Berücksichtigen Sie daher beim Angebotsvergleich Gesamtkosten und Nutzungshorizont.
RDP-Cloud & Web-Cloud: Unterschiede auf einen Blick
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Merkmal |
RDP-Cloud |
Web-Cloud |
Hybrid-Cloud |
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Wo läuft die Software? |
Komplett im Rechenzentrum (per Fernzugriff) |
Komplett im Browser |
Teils lokal, teils in der Cloud |
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Zugriff |
Über RDP-Fernverbindung |
Über Browser (Chrome, Edge usw.) |
Über die lokale Anwendung |
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Geschwindigkeit / Bediengefühl |
Gut, abhängig von Internet & Serverlast |
Abhängig von Browser & Internet |
Sehr schnell, da lokale Bedienlogik |
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Eignung für komplexe Aufgaben |
Sehr gut |
Eingeschränkt (Browsergrenzen) |
Optimal |
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Internet-Abhängigkeit |
Sehr hoch |
Sehr hoch |
Mittel – lokale Arbeiten bleiben reaktiv |
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Geräteflexibilität |
PC/Laptop-basiert |
Sehr hoch (plattformunabhängig) |
PC/Laptop-basiert |
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Mobilfreundlichkeit |
Nicht direkt, aber mit ergänzenden Apps |
Je nach Anbieter auch ohne separate mobile App gut |
Nicht direkt, aber mit ergänzenden Apps |
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Anforderungen an Arbeitsplatz-PCs |
Sehr gering |
Gering bis mittel |
Gering bis mittel |
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Eigener Server im Betrieb nötig? |
Nein |
Nein |
Nein |
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Updates & Wartung |
Planbar, manuell steuerbar |
Automatisch |
Kombination: lokal + Cloud-Updates |
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Benutzeroberfläche |
Klassischer Windows-Desktop |
Browseroberfläche |
Klassische Windows-Oberfläche |
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Kostenmodell |
Einmaliger Erwerb von Kaufsoftware bzw. Lizenz, zusätzlich laufende Hosting-Gebühren für die Cloud + Wartungskosten |
Abo-Modell (SaaS) mit Tarif-Abstufungen, spez. Service-Dienstleistungen ggf. separat |
Je nach Anbieter, ggf. Kombination: Kauf- oder Mietsoftware + Hosting / Cloud-Dienste |
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Typische Stärken |
Vertraute Software weiter nutzbar, sehr geringe Hardwarelast |
Flexibel, keine Installation, immer aktuell |
Schnelle lokale Bedienung + zentrale Cloud-Daten |
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Typische Schwächen |
Hohe Internetabhängigkeit, keine Mobiloptimierung |
Browsergrenzen bei komplexen Aufgaben, Tab-Chaos |
Lokale Installation nötig, nur Windows |
Kurzes Fazit: Welche Cloud-Lösung passt zu welchem Handwerksbetrieb?
- RDP-Cloud ist ideal, wenn Ihr Betrieb vertraute Software weiter nutzen will – ohne Umstellung, aber flexibler, wenn Sie Updates lieber selbst planen und Sie eine stabile Internetverbindung haben.
- Web-Cloud ist dann ideal, wenn Sie eher einfache Büroprozesse digital abbilden möchten, sich vielleicht nicht lange an eine Software binden wollen, wenn für Sie geräteunabhängiges Arbeiten im Vordergrund steht und Sie stabiles Internet haben.
- Hybrid-Cloud ist ideal, wenn Sie das Feeling eines vollwertigen Programms bevorzugen, wenn auch komplexe Aufgaben schnell laufen müssen, Sie möglichst stabile Arbeit auch bei wackeligem Internet erwarten und dabei trotzdem alle Cloud-Vorteile nutzen möchten.
HANDWERKER SOFTWARE CLOUD:
Glossar: Fachbegriffe einfach erklärt
- Cloud
Cloud Lösung Definition: Die „Cloud“ ist ein Sammelbegriff für IT-Dienste, die nicht mehr auf dem eigenen Computer oder Server laufen, sondern über das Internet genutzt werden. Daten, Programme und Speicherplatz befinden sich auf Servern in Rechenzentren – der Zugriff erfolgt online. - Server
Ein Server ist ein leistungsstarker Computer, der Daten oder Programme für andere Geräte (Clients) bereitstellt. In der Cloud steht dieser Server meist in einem Rechenzentrum und ist rund um die Uhr erreichbar. - Virtueller Server
Ein virtueller Server ist kein physischer Computer, sondern eine digital eingerichtete Arbeitsumgebung auf einem echten Server. Mehrere virtuelle Server können auf derselben Hardware laufen, sind aber voneinander getrennt – jeder Kunde bekommt „seinen eigenen“ digitalen Server. - Remote-Computer
Ein Remote-Computer ist ein Rechner, auf den man über das Internet aus der Ferne zugreift. Die Verbindung überträgt den Bildschirm und Eingaben, so als säße man direkt davor. - Client
Der Client ist das Gerät, mit dem ein Nutzer auf einen Server zugreift – also PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. In der RDP-Cloud ist der Client z. B. das Endgerät, mit dem sich ein Nutzer in die Cloud einloggt. - RDP (Remote Desktop Protocol)
RDP ist ein von Microsoft entwickeltes Netzwerkprotokoll, das es ermöglicht, einen entfernten Computer zu steuern. Man sieht den Bildschirm des entfernten Systems auf dem eigenen Gerät und kann dort wie gewohnt arbeiten – alle Prozesse laufen aber auf dem anderen Rechner. - RDP-Cloud
Die RDP-Cloud ist eine Cloud-Variante, bei der die Software auf einem virtuellen Server im Rechenzentrum läuft. Der Nutzer verbindet sich per Remote-Desktop-Verbindung (RDP) und arbeitet dort, als säße er an einem normalen Windows-PC. Oberfläche und Bedienung bleiben gleich, nur die Technik liegt extern. - Web-Cloud
Bei der Web-Cloud läuft die Software direkt im Webbrowser. Der Zugriff erfolgt über eine Internetadresse (URL), ohne Installation oder Fernverbindung. Die Anwendung wird vom Anbieter zentral bereitgestellt und über den Browser bedient – wie eine Online-App. - SaaS (Software as a Service)
SaaS bedeutet, dass Software als Online-Dienst bereitgestellt wird. Nutzer „mieten“ die Anwendung über das Internet, anstatt sie zu kaufen oder zu installieren. SaaS kann sowohl Web-Cloud- als auch RDP-Cloud-Lösungen umfassen. - On-Premise
„On-Premise“ (englisch etwa: „auf dem Gelände“ oder „im eigenen Haus“) beschreibt die klassische Variante ohne Cloud-Lösung, bei der Software im Unternehmen auf einem eigenen Server oder Rechner, an dessen eigenem Standort, installiert und betrieben wird.
On-Premise-Systeme bieten volle Kontrolle über Daten und Infrastruktur, erfordern aber auch, dass das Unternehmen die Wartung und Updates selbst durchführt. Dies steht im Gegensatz zu Cloud-Lösungen, bei denen die Dienste über das Internet über externe Anbieter bezogen werden. - Browser
Ein Browser ist das Programm, mit dem Websites und Web-Anwendungen geöffnet werden – z. B. Google Chrome, Microsoft Edge, Firefox oder Safari. In der Web-Cloud dient der Browser als Zugang zur Software, ohne dass etwas installiert werden muss. - Rechenzentrum
Ein Rechenzentrum ist ein speziell gesicherter Standort, an dem viele Server betrieben werden. Dort laufen die Cloud-Systeme, werden gewartet und gegen Stromausfall, Brand oder unbefugten Zugriff geschützt. - Hosting
Hosting bedeutet, dass Anwendungen oder Daten auf fremden Servern betrieben werden, meist bei einem professionellen IT-Dienstleister. Cloud-Software wird immer gehostet – entweder individuell (RDP-Cloud) oder zentral (Web-Cloud). - Benutzeroberfläche (UI / Interface)
Das ist der sichtbare Teil einer Software, mit dem der Nutzer arbeitet – also Fenster, Menüs, Buttons. In der RDP-Cloud bleibt sie meist gleich, in der Web-Cloud kann sie je nach Browser und Bildschirm bzw. Display auch verändert dargestellt werden. - Private Cloud
Eine Cloud-Umgebung, die exklusiv von einem einzelnen Unternehmen genutzt wird. Die Daten sind vollständig getrennt von anderen Kunden. - Public Cloud
Eine öffentlich verfügbare Cloud-Umgebung, bei der viele Kunden gemeinsam dieselbe Infrastruktur nutzen – natürlich voneinander abgeschottet (wie bei Web-Cloud-Angeboten). - Hybrid Cloud
Bei der Hybrid-Cloud wird nur ein Teil der Software lokal auf den Arbeitsplätzen im Betrieb installiert und ausgeführt – meist die Oberfläche und grundlegende Arbeitsbereiche. Gleichzeitig liegen zentrale Elemente wie die Datenbank, die Dateiablage sowie rechenintensive oder gemeinsam genutzte Dienste im Rechenzentrum des Cloud-Anbieters. - Multi-Cloud
Die parallele Nutzung mehrerer Cloud-Anbieter oder -Dienste – etwa eine RDP-Cloud für Software und eine zusätzliche Webplattform für Dokumentaustausch.
HANDWERKER SOFTWARE CLOUD:
Cloud-Lösung von Sander & Doll
Mit Sander & Doll können Sie klassische Kauf-Software nutzen und kommen trotzdem in den Genuss cloudbasierten Arbeitens: Entscheiden Sie sich für die RDP-Cloudlösung, wird die bewährte Handwerkersoftware mit dem von Ihnen gebuchten Funktionsumfang nicht mehr lokal in Ihrem Betrieb installiert, sondern auf einem sicheren virtuellen Server im Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters Ihrer Wahl.
Jeder berechtigte Mitarbeiter kann nun über PC oder Laptop eine RDP-Verbindung aufbauen und so von überall auf die Arbeitsumgebung zugreifen, egal ob in Büro oder Werkstatt, im Homeoffice oder unterwegs. Auch auf älteren Geräten lässt sich damit stabil arbeiten, weil die primäre Rechenleistung im Rechenzentrum liegt und nicht auf den Geräten selbst. Sie müssen also keinen eigenen Server bereitstellen und die Hardware-Anforderungen im Betrieb sinken deutlich.
Für komfortables mobiles Arbeiten sorgt die Sander & Doll Handwerker-App als optimale Ergänzung: Sie wird lokal auf den Smartphones oder Tablets beliebig vieler Mitarbeiter installiert, greift aber auf Daten zu, die zentral in der Cloud liegen.
Sander & Doll liefert über die RDP-Cloud keine automatischen Updates, sondern planbare Versionswechsel. So werden Sie und Ihre Mitarbeiter nicht von plötzlichen Versionssprüngen und Veränderungen überrascht, sondern können Updates gezielt einspielen - zu einem Zeitpunkt, der in Ihren Betriebsablauf passt.
Vorteile für Ihren Handwerksbetrieb:
- Die Software ist Eigentum des Betriebs und kann dennoch standortunabhängig, flexibel und sicher in der Cloud betrieben werden.
- Der eigene Serverbetrieb entfällt - genau wie die Anschaffung teurer Hardware und die Umsetzung technisch komplexer Sicherheitsvorkehrungen.
- Versionswechsel treffen den Betrieb nicht ohne Ankündigung im ungünstigsten Moment, sondern können kontrolliert eingespielt werden.
Die RDP-Cloud von Sander-&-Doll ermöglicht moderne, standortunabhängige Nutzung – mit der Stabilität, Vertrautheit und Investitionssicherheit einer Kauf-Software.
FAQ Cloud-Lösungen fürs Handwerk: Das sollten Sie wissen
Eine Cloud-Lösung ermöglicht die Nutzung von Software, Daten und Rechenleistung über das Internet. Die technische Infrastruktur wird durch einen externen Anbieter bereitgestellt und betrieben. So entfällt der lokale Server im Betrieb.
Für Betriebe, die ihre eigene IT schlank halten, flexibel bleiben und ihre Daten sicher verwahren wollen, bieten Cloud-Lösungen viele Vorzüge.
Cloud Lösung Vorteile:
- Ortsunabhängiges Arbeiten
- Weniger eigene Hardware erforderlich
- Oft automatische Updates und Backups
- Planbare, regelmäßige Kosten
- Hohe Datensicherheit durch zertifizierte Rechenzentren
- Flexible Skalierbarkeit bei Mitarbeiterwachstum
Das hängt ganz von Ihren betrieblichen Anforderungen und persönlichen Vorlieben ab.
Einige Vorteile On-Premise vs. Cloud:
On-Premise bietet maximale Kontrolle über Daten und Hardware, die Software ist Ihr Eigentum und erhöht Ihren Unternehmenswert, bei wackeliger Internetverbindung können Sie weiterarbeiten.
Einige Vorteile Cloud vs. On-Premise:
Cloud-Lösungen reduzieren den eigenen IT-Aufwand, ermöglichen (je nach Angebot und Cloud-Modell) Flexibilität und Geräteunabhängigkeit – und performantes Arbeiten auch mit etwas älteren Geräten, weil die eigentliche Rechenleistung nicht von den eigenen Geräten getragen werden muss.
Die passende Lösung ergibt sich aus einer individuellen Abwägung.
Ja. Gerade kleinere Betriebe profitieren davon, weil keine eigene Serverinfrastruktur benötigt wird und die Einstiegskosten häufig niedrig sind (je nach Anbieter und Tarif).
- Web-Cloud (SaaS): Die Gebühren gelten als laufende Betriebsausgaben.
- RDP-Cloud mit Kaufsoftware: Die Software selbst wird normal abgeschrieben, die Cloud-Nutzung wird als Dienstleistung gebucht.
Eine steuerliche Beratung wird empfohlen.
Ja. Mit insbesondere mit der RDP-Cloud können Sie bereits vorhandene oder neu erworbene Kaufsoftware im Rechenzentrum betreiben und wie gewohnt nutzen – inklusive aller Funktionen und vertrauter Oberfläche.
Eine Hybrid-Cloud kombiniert lokale IT mit Cloud-Diensten. Nur noch eine reduzierte Version der Software wird lokal auf den eigenen Rechnern installiert, während rechen- und speicherintensive Vorgänge in die Cloud ausgelagert werden. So lassen sich Flexibilität und Kontrolle verbinden.
Eine RDP-Cloud stellt einen vollständigen Windows-Arbeitsplatz im Rechenzentrum bereit. Sie greifen über Remote Desktop (also über einen Fernzugriff) auf Software und Daten zu – unabhängig vom Standort.
Eine Web-Cloud läuft vollständig im Browser. Installationen entfallen, Updates erfolgen automatisch und die Nutzung ist geräteunabhängig.
Web-Cloud-Angebote laufen komplett im Browser. Das funktioniert grundsätzlich gut: Moderne Handwerkersoftware kann heute zuverlässig im Browser genutzt werden. Webbasierte Cloud-Lösungen eignen sich besonders gut für leichte, interaktive Arbeitsabläufe wie Datenerfassung, Auswertungen, Nachkalkulationen oder mobiles Arbeiten.
Bei komplexeren Aufgaben lohnt sich jedoch eine differenzierte Betrachtung:
Browserbasierte Lösungen sind ideal für Workflows, bei denen Bedienkomfort, Mobilität und einfache Zugänglichkeit im Vordergrund stehen. Desktop-Software (z. B. über RDP- oder Hybrid-Cloud) bietet weiterhin Vorteile, wenn sehr komplexe, datenintensive oder stark individualisierte Arbeitsprozesse abgebildet werden sollen. Hier profitieren Anwender von einer stabilen, vollwertigen Desktop-Umgebung ohne browsertypische Einschränkungen.
Zusammengefasst:
- Browserbasierte Cloud-Lösungen sind hervorragend geeignet für leichte bis mittlere, interaktive Workflows.
- Desktop-basierte Lösungen sind im Vorteil, wenn es um komplexe, datenintensive Arbeiten geht.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt von den konkreten Anforderungen Ihres Handwerksbetriebs ab.
Die optimale Lösung hängt von Ihrem Betrieb ab:
- RDP-Cloud: ideal für Kaufsoftware, vertraute Arbeitsabläufe und planbare Updates.
- Hybrid-Cloud: sinnvoll, wenn vorhandene On-Premise-Systeme mit modernen Cloud-Diensten kombiniert werden sollen.
- Web-Cloud: optimal für browserbasiertes Arbeiten, automatische Updates und maximale Geräteflexibilität.
Eine pauschale „beste“ Lösung gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Variante Ihre betrieblichen Prozesse optimal unterstützt und für Ihre Mitarbeiter den größten Nutzen bietet.
Ja. Moderne Rechenzentren arbeiten mit Zutrittskontrollen, Verschlüsselung, Ausfallschutz und regelmäßigen Backups. Wichtig ist die Wahl eines zuverlässigen, zertifizierten Anbieters.
Für alle Cloud-Systeme ist ein Internetzugang erforderlich. Viele Betriebe nutzen deshalb zusätzliche Internetwege wie LTE/5G, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Bei der Hybrid-Cloud fallen kurzzeitige Verbindungsausfälle weniger auf als bei anderen Cloud-Modellen, weil hier Teile der Software noch lokal laufen und offline funktionieren.
Ja. Cloud-Lösungen unterstützen paralleles Arbeiten mehrerer Benutzer ohne Einschränkungen.
Backups werden zentral im Rechenzentrum automatisiert durchgeführt – oft täglich oder mehrfach am Tag. Eine manuelle Datensicherung im Betrieb entfällt.
- Web-Cloud: Updates erfolgen automatisch.
- RDP-Cloud: Updates können planbar und kontrolliert erfolgen, häufig in Abstimmung mit Ihnen. Dies sorgt für Stabilität und transparente Abläufe.
- Hybrid-Cloud: Hier kann es auch im Hinblick auf Updates eine „hybride“ Lösung geben: Der lokal installierte Part der Software muss ggf., je nach Anbieter, manuell aktualisiert werden.
Die Kosten einer Cloud-Lösung hängen von der gewählten Cloud-Variante, der Anzahl der Mitarbeiter, dem Funktionsumfang sowie der benötigten Leistung ab.
Web-Cloud: In der Regel monatliche, nutzerbasierte Gebühren (SaaS-Modell). Serverbetrieb, Wartung und Updates sind meist bereits enthalten.
RDP-Cloud: Monatliche Kosten pro Benutzer für den bereitgestellten Windows-Arbeitsplatz sowie ggf. zusätzliche Gebühren für Rechenleistung, Speicher und Lizenzen. Kaufsoftware kann weiterhin genutzt werden.
Hybrid-Cloud: Die Kosten setzen sich aus lokalen IT-Komponenten (z. B. Server, Kaufsoftware) und Cloud-Diensten zusammen. Dadurch entstehen sowohl einmalige Investitionen als auch laufende Cloud-Kosten, letztere fallen aber weit geringer aus als bei der RDP-Cloud.
Cloud Lösung Kosten
Grundsätzlich gilt: Cloud-Lösungen ersetzen häufig hohe Einmalinvestitionen durch planbare, laufende Kosten. Die günstigste Cloud Lösung ist vielleicht nicht die beste und deckt womöglich nicht Ihren Bedarf ab - welche Variante wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von Ihrer bestehenden IT-Struktur und den betrieblichen Anforderungen ab.