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NACH DER BAUABNAHME:

VOB GEWÄHR­LEISTUNG FÜR HANDWERKER

  • Besonderheiten, Geltung, Fristen
  • Ihre Rechte bei der Mängelhaftung
  • Dokumentation als Versicherung

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FRAGEN, FRISTEN, FAKTEN:

Gewährleistung im Handwerk

VOB ODER BGB:

Wann gilt Gewährleistung nach VOB?

  • Öffentliche Bauprojekte von Bund, Ländern oder Kommunen und alle damit im Zusammenhang stehenden Gewährleistungsfälle richten sich immer verbindlich nach der VOB. Verstöße gegen diese Vorschrift können hohe Strafen zur Folge haben.
  • Weil die VOB konkretere Regelungen für komplexe Bauvorhaben enthält, findet sie meist auch bei großen privaten Bauprojekten, insbesondere im gewerblichen Bereich, Anwendung – bei entsprechender vertraglicher Grundlage.
  • Bei Verbraucherbauverträgen, B. beim Neu- oder Umbau von Einfamilienhäusern, bei kleineren Bauvorhaben sowie bei allen Werkverträgen, zu denen auch Bauleistungen zählen können, ist hingegen das BGB maßgeblich. Insbesondere dann, wenn nichts anderes ausdrücklich vereinbart wurde.

VOB ODER BGB:

Besonderheiten der VOB Gewährleistung

  • Während die Gewährleistungsfrist für Bauwerke nach BGB grundsätzlich fünf Jahre beträgt (§ 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB), endet sie nach VOB/B in der Regel bereits nach vier Jahren (§ 13 Abs. 4 VOB/B). Allerdings verlängert sich eine Frist laut BGB nach Behebung eines Mangels nicht – nach VOB hingegen schon.
  • Während die VOB für öffentliche Ausschreibungen verpflichtend ist, ist sie für andere Bauprojekte in der Regel freiwillig.
  • Bestimmungen zu Bauabnahme, Fristsetzung, Mängelanzeige etc. beschreibt die VOB wesentlich detaillierter als das BGB. Der hohe Detailgrad macht die VOB komplex und für Laien schwer verständlich – aus diesem Grund nehmen viele private Bauherren von ihr Abstand. Bei Großprojekten wiederum wird die VOB geschätzt, weil man sich mit ihr auf etablierte Standards berufen kann und von größerer Transparenz profitiert. Je klarer die Regeln, desto unstrittiger die Klärung, wer z. B. für eine Mängelbeseitigung aufkommen muss.

VOB GEWÄHRLEISTUNG:

Dauer der Verjährungsfristen nach VOB

VOB Gewährleistung - Icon Gewährleistungsfrist 4 Jahre

VOB Gewährleistung

  • Die VOB sieht für Bauwerke eine allgemeine Gewährleistungsfrist von 4 Jahren vor.
  • Die erfolgreiche Gesamt- oder Teilabnahme des Bauwerks markiert den Übergang von der Erfüllungs- in die Gewährleistungsphase.
  • Individuelle Abweichungen von diesem Standard sind möglich und werden vertraglich definiert.
VOB Gewährleistung - Icon Gewährleistungsfrist 2 Jahre

VOB Gewährleistung

  • Für Bauleistungen mit geringerem Risiko, wie z. B. Malerarbeiten, können Ansprüche auf Mängelbeseitigung bereits nach 2 Jahren verjähren.
  • Gleiches gilt für Leistungen bzw. Komponenten, deren Mangelfreiheit nur durch einen erhöhten Wartungsaufwand sichergestellt werden kann - etwa für elektronische Anlagen.
  • Achtung, Sonderregelung: Wird die Wartung einer durch Sie installierten Anlage für den kompletten Gewährleistungszeitraum vertraglich auf Sie übertragen, leisten Sie auch die vollen vier Jahre Gewähr für Ihr Gewerk.
VOB Gewährleistung - Icon Gewährleistungsfrist 1 Jahr

VOB Gewährleistung

  • Die Frist für eine Mängelanzeige gemäß VOB endet frühestens nach zwölf Monaten.
  • Diese kurze Frist findet lediglich Anwendung bei besonders wartungsintensiven, sicherheitsrelevanten Anlagen – z. B. bei feuerberührten und abgasgedämmten Teilen industrieller Feuerungsanlagen.
VOB Gewährleistung - Icon Ausrufezeichen - Verlängerung der Gewährleistung

Verlängerung der VOB Gewährleistung

  • Wurde im ersten Gewährleistungszeitraum eine Mängelanzeige nach VOB/B vorgenommen, der Baumangel behoben und die Nachbesserung durch Ihren Kunden bestätigt, wird die Uhr zurückgedreht und es beginnt eine neue Fristsetzung von zwei Jahren, die in jedem Fall nicht vor Ablauf der Regelfrist endet.
  • Um die Gewährleistungsfrist nicht unnötig in die Länge ziehen, sollten Sie berechtigten Mängelanzeigen also möglichst zeitnah nachkommen.
  • Verschweigen Sie vorsätzlich und nachweislich wesentliche Baumängel, könnte Ihnen das neben einer Rufschädigung auch eine regelmäßige Verjährungsfrist Ihrer Gewährleistungspflicht von bis zu 30 Jahren einbringen.

VOB GEWÄHRLEISTUNG:

Mängelhaftung: VOB regelt Rechte und Pflichten

Die VOB regelt sehr genau, unter welchen Voraussetzungen ein Bauherr gegen Sie Nacherfüllungsansprüche durchsetzen kann und wann auf Ihrer Seite keine Pflicht zur Nachbesserung besteht. Damit schafft die VOB einen Ausgleich zwischen Ihren eigenen Interessen und denen Ihres Kunden und sorgt für Transparenz und Sicherheit im Rahmen der Vertragsabwicklung.

VOB GEWÄHRLEISTUNG:

Unberechtigte Mängelanzeigen erfolgreich abwehren

VOB Gewährleistung - Icon begrenzte Haftungsdauer

Begrenzte Haftungsdauer

  • Mängelansprüche verjähren nach VOB früher.
  • Will Ihr Kunde gegen Sie Gewährleistungsansprüche geltend machen, muss er die dafür rechtlich und vertraglich geltenden Fristen beachten.
  • Im Allgemeinen sieht die VOB, im Vergleich zu Bauverträgen nach BGB, eine verkürzte Haftungsdauer von vier statt fünf Jahren vor.
VOB Gewährleistung - Icon Beweislast

Umkehr der Beweislast

  • Nach Bauabnahme muss Ihr Kunde erst nachweisen, dass ein Mangel bereits vorher bestanden hat und auf Ihre Leistung zurückzuführen ist.
  • Das ist insbesondere dann relevant, sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen.
  • Denn wer im Falle eines Prozesses die Darlegungs- und Beweislast trägt, muss im Allgemeinen die Auslagenvorschüsse für Sachverständige oder sonstige Beweismittel tragen und schließlich, sollte er nicht Recht bekommen, auch die Gerichtskosten.
VOB Gewährleistung - Icon Fristen bei Mängelanzeige

Fristen bei der Mängelanzeige

  • Werden offene Mängel, z. B. Risse in der Wand, erst nach Bauabnahme gerügt, riskiert Ihr Kunde seine Gewährleistungsansprüche.
  • Auch bei versteckten Mängeln, die bei der Übergabe wahrscheinlich bereits vorhanden, aber noch nicht erkennbar waren, ist eine unmittelbare Beanstandung nötig.
  • Wird ein Schaden zwar noch innerhalb der Gewährleistungsfrist, nicht aber unmittelbar nach seiner Entdeckung angezeigt, können Sie die Nachbesserung u. U. ablehnen.
VOB Gewährleistung - Icon Formalitäten bei Mängelanzeige

Formalitäten bei der Mängelanzeige

  • Mängel müssen offiziell durch eine Mängelanzeige gerügt werden, die Ihnen schriftlich zugestellt wird (z. B. per Einschreiben Rückschein).
  • Sie muss z. B. Datum, Projektnummer/Bauvertrag, Unterschrift und weitere formelle Elemente beinhalten, dazu eine präzise Mängelbeschreibung und möglichst aussagekräftige Fotos bzw. Belege.
  • Ist die Mängelanzeige nicht rechtsgültig, können Sie sie verweigern – zumindest, um sich einen Zeitvorteil zu verschaffen.
VOB Gewährleistung - Icon objektive Mangel-Bewertung

Objektive Bewertung eines Mangels

  • Nicht jede geringfügige Beeinträchtigung stellt einen Mangel dar. Wurden zulässige Toleranzen eingehalten? Die VOB ermöglicht sachgerechte Entscheidungen darüber, ob überhaupt ein Mangel vorhanden ist.
  • Wurde z. B. eine optische Abweichung bereits vorher durch den Kunden akzeptiert (z. B. durch Zahlung ohne Vorbehalt)? In diesem Fall kann dann später normalerweise kein Gewährleistungsanspruch mehr geltend gemacht werden.
VOB Gewährleistung - Icon Mängelverschuldung durch Auftraggeber

Mängelverschulden durch Auftraggeber

  • Bei unverhältnismäßig hohen Kosten oder unrealistischen Fristen zur Mängelbehebung dürfen Sie verweigern.
  • Schließlich versteht sich eine Frist zur Mangelbeseitigung als eine Vornahmefrist, nicht als Beginnfrist, der Mangel muss also bis zum Fristablauf vollständig behoben sein.
  • Die Angemessenheit einer Frist kann von Witterungsbedingungen abhängen (z. B. Frost) oder von der Verfügbarkeit notwendiger Ressourcen: So kann nicht von Ihnen erwartet werden, dass Sie innerhalb kürzester Zeit spezialisierte Fachkräfte abrufen oder spezielles Material und Gerät beschaffen können.
VOB Gewährleistung - Icon eigenmächtige Mängelbeseitigung

Eigenmächtige Mangelbeseitigung

  • Wenn Ihr Kunde ohne vorherige Abstimmung mit Ihnen eigenmächtig Mängel beseitigt oder beseitigen lässt, kann er seinen Gewährleistungsanspruch verlieren, da er Ihnen nicht die Möglichkeit zur Nachbesserung gegeben hat.
  • Nehmen Ihr Kunde oder Dritte ohne Ihre Zustimmung Veränderungen am Bauwerk vor, die einen Mangel verursachen oder verschlimmern, führt dies ebenfalls zum Verlust des Haftungsanspruchs.
VOB Gewährleistung - Icon Mängelverschuldung durch Fremdfirma

Mängelverschulden durch Fremdfirmen

  • Ihre Haftungspflicht kann entfallen, wenn einem Mangel die Vorleistung einer Fremdfirma (kein durch Sie beauftragter Subunternehmer) zugrunde liegt.
  • Auch wenn die Wartung, z. B. einer durch Sie installierten Anlage, einer Fremdfirma übertragen wird und dieser Firma Fehler unterlaufen, die in einem Mangel resultieren, haften grundsätzlich nicht Sie, sondern das Wartungsunternehmen.
VOB Gewährleistung - Icon Angemessenheit der Nachbesserung

Angemessenheit der Nachbesserung

  • Bei unverhältnismäßig hohen Kosten oder unrealistischen Fristen zur Mängelbehebung dürfen Sie verweigern.
  • Schließlich versteht sich eine Frist zur Mangelbeseitigung als eine Vornahmefrist, nicht als Beginnfrist, der Mangel muss also bis zum Fristablauf vollständig behoben sein.
  • Die Angemessenheit einer Frist kann von Witterungsbedingungen abhängen (z. B. Frost) oder von der Verfügbarkeit notwendiger Ressourcen: So kann nicht von Ihnen erwartet werden, dass Sie innerhalb kürzester Zeit spezialisierte Fachkräfte abrufen oder spezielles Material und Gerät beschaffen können.

VOB GEWÄHRLEISTUNG:

Dokumentation: Schutz vor Mängelansprüchen

Reduzierung des Haftungsrisikos

Eine ordentliche Dokumentation hilft, bereits vor Baubeginn Mängel- oder Schadensersatzansprüche wirksam abzuwehren. Indem Sie eine schriftliche Bedenkenanzeige äußern und diese vom Kunden quittieren lassen, befreien Sie sich von der Haftung – z. B., wenn Parkettlegearbeiten vor ausreichender Trocknungszeit des Estrichs verlangt werden.

Klare Kommunikation

Eine frühzeitige, glasklare Kommunikation in Richtung Kunde beugt Missverständnissen und Ärger vor. Lieber einmal mehr kommunizieren, als unnötig Streit riskieren.

Saubere Archivierung

Projekt längst aus dem Sinn, aber noch innerhalb der Gewährleistungspflicht: Kommt es jetzt zur Mängelanzeige, kommt es darauf an, wie gut Sie vorbereitet sind. Jetzt ist es unbezahlbar, sämtliche Projektinformationen, Abnahmeprotokolle, Leistungsnachweise und den vollständigen Schriftverkehr mit dem Kunden sofort parat zu haben – gut sortiert und gesichert in der zentralen Projektverwaltung Ihrer Handwerkersoftware. Haben Sie jeden Arbeitsschritt ausführlich und vollständig festgehalten, fällt es Ihnen auch nach Bauabnahme jederzeit leicht zu beweisen, dass Sie Ihre Leistung ordnungsmäßig erbracht haben – bzw. Vorwürfe gegen Sie souverän außer Kraft zu setzen.

Dokumentation in Echtzeit

Viele Bestandteile einer Dokumentation entstehen während der Planungs- und Bauphase: Nach Fertigstellung sind sie nicht rekonstruierbar. Eine Dokumentation erfolgt demnach nicht im Nachgang, sondern möglichst unmittelbar. Hier hilft eine Handwerker-App, mit der Sie relevante Informationen gleich dort erfassen, wo sie anfallen – mobil auf der Baustelle. So stellen Sie zum einen sicher, dass Informationen nicht verloren gehen. Zum anderen befreien sich von Zettelwirtschaft und Doppelarbeit. Wenn Sie von Beginn an sauber dokumentieren, sind Sie jederzeit stressfrei auskunftsfähig – gegenüber Ihren Kunden oder im Zweifelsfall auch vor Gericht.

Pflicht hin oder her: Dokumentation lohnt sich!

Von einer sorgfältigen Dokumentation – und damit von der Nachweisbarkeit Ihrer Leistung – profitieren Sie in erster Linie selbst. Sie sichert Ihr Einkommen und Ihren guten Ruf und macht Sie jederzeit auskunftsfähig gegenüber Vertragspartnern und Gesetzgebern. NACH Bauabnahme schützt Dokumentation Sie vor unberechtigten Gewährleistungsansprüchen. VOR Bauabnahme ist sie wichtige Argumentationsgrundlage, wenn es z. B. um Ihre eigenen Nachtragsansprüche geht.

VOB GEWÄHRLEISTUNG:

Einfacher geht’s mit der richtigen Software

  • Dokumentation nach Bedarf: Relevante Daten in gewünschter Erfassungstiefe erfassen und sicher, von Bautagebucheinträgen aller Art bis hin zu digitalen Unterschriften.
  • Daten unmittelbar mobil erfassen: Was direkt auf der Baustelle komfortabel via App dokumentiert wird, kann nicht in Vergessenheit geraten und ist auch Jahre später nachvollziehbar.
  • Doppelte Arbeit vermeiden: Werden Informationen zum Baufortschritt, aber auch zu Hindernissen und Risken, gleich vor Ort mobil erfasst und projektbezogen gespeichert, müssen Sie später im Büro nicht erst mühsam sortiert und abgetippt werden.
  • Dokumente ohne Aufwand erstellen: Wenn es etwa darum geht, Mängelanzeigen zu beantworten bzw. abzuweisen oder den Kunden um eine Fristverschiebung zu bitten, beschleunigen Musterschreiben Ihre Bearbeitung.

FRAGEN UND ANTWORTEN:

FAQ - VOB Gewährleistung

Wann gilt Gewährleistung nach VOB?

Die Gewährleistung nach VOB gilt, sofern ein Vertrag auf Basis der VOB geschlossen wurde. Bei öffentlichen Aufträgen ist die Einhaltung der VOB gesetzliche Pflicht – und damit auch die Gewährleistung nach VOB/B. Da die VOB konkretere Regelungen für komplexe Bauvorhaben enthält als das allgemeinere BGB, findet sie auch bei großen, insbesondere gewerblichen Bauvorhaben häufig Anwendung. Hier ist sie jedoch nicht verpflichtend, sondern muss explizit vertraglich vereinbart werden.

Unüblich ist die VOB bei Bauverträgen mit Verbrauchern: Wird die VOB mit privaten Kunden nicht ausdrücklich und wirksam vertraglich vereinbart, greift automatisch das BGB. Wirksam bedeutet z. B., dass Privatpersonen über die Regelungen der VOB informiert werden müssen. Sie als Auftragnehmer sind verpflichtet, Ihrem Kunden das vollständige Regelwerk schriftlich zu übergeben. Ein bloßer Hinweis im Vertrag, dass die VOB gelte oder dass die VOB auf Anfrage zur Verfügung gestellt werde, reichen rechtlich gesehen nicht aus.

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Wie lange ist die Gewährleistung nach VOB?

Die reguläre Gewährleistungsfrist nach VOB/B § 13 beträgt für Bauwerke 4 Jahre, sofern keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Damit ist die Haftungsfrist gegenüber BGB um ein Jahr verkürzt – kann sich jedoch, im Gegensatz zum BGB um weitere Jahre verlängern. Denn nach der Behebung eines schriftlich angezeigten Mangels verlängert sich die Frist um weitere 2 Jahre.

Für Bauleistungen mit geringerem Risiko (z. B. Malerarbeiten, elektronische Anlagen, bewegliche Möbelstücke) endet die Gewährleistung in der Regel bereits nach 2 Jahren. Gleiches gilt für Leistungen bzw. Komponenten, deren Mangelfreiheit nur durch einen erhöhten Wartungsaufwand sichergestellt werden kann - etwa für elektronische Anlagen. Frühestens nach 1 Jahr endet die Gewährleistung nach VOB bei wartungsintensiven, sicherheitsrelevanten Anlagen (z. B. feuerberührte industrielle Feuerungsanlagen).

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Wann beginnt die Gewährleistung nach VOB?

Oft werden bereits in der Bauphase Mängel entdeckt, die behoben werden müssen. Die eigentliche Gewährleistung nach §12 VOB/B setzt allerdings erst nach erfolgter Arbeit mit erfolgreicher Bauabnahme ein. Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Auftraggeber eine Bauleistung als vertragsgemäß akzeptiert hat. Dabei kann es sich um eine förmliche Abnahme handeln, bei der eventuelle Mängel protokolliert werden, oder um eine stillschweigende Abnahme, wenn der Auftraggeber das Werk nutzt und keine Mängel rügt – je nach vertraglicher Vereinbarung.

Sollten Zwischen- bzw. Teilabnahmen für einzelne Leistungen oder Bauabschnitte erfolgen, beginnt die Gewährleistung für den abgenommenen Abschnitt dann auch zu einem früheren Zeitpunkt. Für ein Objekt können also unterschiedliche Gewährleistungsfristen gelten, die im Auge zu behalten sind.

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Wann endet die Gewährleistung nach VOB?

Sofern nicht anders vertraglich vereinbart oder spezielle Regelungen zutreffen, endet die Gewährleistung nach VOB 4 Jahre nach erfolgter Bauabnahme. Innerhalb dieser Zeit müssen Mängelansprüche vom Auftraggeber schriftlich und formal korrekt geltend gemacht werden. Verstreichen diese Fristen, verfallen auch die Ansprüche Ihres Kunden. Später angezeigte Mängel gehen zu dessen Lasten.

Wird ein Baumangel fristgerecht angezeigt, wird die Gewährleistungsfrist nach VOB/B § 13 Absatz 5 Nr. 1 unterbrochen – und beträgt nach erfolgter Behebung wiederum 2 Jahre, selbst wenn der Mangel kurz vor Ablauf der 4-jährigen Regelfrist entdeckt und angezeigt wurde. Wird ein Mangel hingegen zwar noch innerhalb der Frist, jedoch erst lange nach seiner Entdeckung angezeigt, verliert Ihr Kunde Ihnen gegenüber ggf. seine Gewährleistungsansprüche.

Bei Bauleistungen mit geringerem Risiko endet die Gewährleistung in der Regel bereits nach 2 Jahren– das ist beispielsweise bei Maler- oder Tapezierarbeiten der Fall, aber auch bei erhöhtem Wartungsaufwand z. B. bei elektronischen Anlagen. Es ist immer wichtig, den genauen Vertragsinhalt zu prüfen, da die Parteien auch abweichende Vereinbarungen treffen können.

 

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Was fällt unter Gewährleistung nach VOB?

Unter Gewährleistung nach VOB versteht man die Verpflichtung des Auftragnehmers, dafür zu sorgen, dass das Werk zum Zeitpunkt der Abnahme die vereinbarte Beschaffenheit hat und keine Sachmängel aufweist. Sachmängel sind Abweichungen von der vereinbarten Beschaffenheit oder Mängel, die den Wert oder die Tauglichkeit des Werkes mindern. Treten solche Mängel während der Gewährleistungsfrist auf und waren sie bereits zum Zeitpunkt der Abnahme vorhanden, aber nicht erkennbar, müssen Sie als Auftragnehmer diese auf eigene Kosten beseitigen.

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Wie hoch ist der Gewährleistungseinbehalt nach VOB?

Der Gewährleistungseinbehalt dient der Absicherung möglicher Mängelansprüche während der Gewährleistungsfrist. Nach Ablauf der Gewährleistungsfrist und sofern keine Mängel vorliegen, wird dieser Betrag an Sie ausgezahlt. In aller Regel verbleiben bei VOB-Verträgen 5 % des Auftragsvolumens als Sicherheitseinbehalt bzw. Gewährleistungseinbehalt bei Ihrem Auftraggeber. Es können auch andere Sätze vereinbart werden. Sollte ein Bauvertrag allerdings zu hohe Sätze vorsehen, z. B. 10 %, wird dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit als unwirksam erklärt, sollte es im Streitfall zu einer Gerichtsverhandlung kommen.

Gewährleistungseinbehalte werden auf ein Sperrkonten einbezahlt. Die Einzahlung auf das Sperrkonto ist wiederum eine Sicherheit für Sie als Auftragnehmer: So bekommen Sie Ihr Geld, selbst wenn Ihr Kunde zahlungsunfähig werden sollte. Die entstehenden Zinsen kommen Ihnen nach Ende der Gewährleistungsfrist zugute. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Betrag auch nicht (mehr) versteuert. Früher waren Auftragnehmer noch jahrelangen Steuervorauszahlungen ausgesetzt. Eine gültige Alternative zur Einzahlung auf ein Sperrkonto ist eine Bankbürgschaft in gleicher Höhe.

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Wann gelten 5 Jahre Gewährleistung?

Während die Regelungen nach BGB eine Gewährleistungszeit von 5 Jahren für Bauwerke vorsieht, endet sie nach VOB/B in der Regel bereits nach 4 Jahren. Es ist jedoch üblich, insbesondere bei Verbraucherbauverträgen, dennoch eine 5-jährige Gewährleistungspflicht einzuräumen. Zudem kann sich die Haftungsdauer bei Aufträgen, die der VOB unterliegen, verlängern: Sollten nach 3 Jahren bauliche Mängel angezeigt werden, zu deren Behebung Sie verpflichtet sind, startet nach Nachbesserung eine neue Gewährleistungsfrist von 2 Jahren – die VOB-konforme Fristunterbrechung führt in diesem Fall zu einer Gesamtfrist von 5 Jahren.

 

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